A u f n a h m e n     A u f t r i t t e     Los Desastres     F a n p o s t     K o n t a k t     L i n k s
h e l l e r d o r f
nur die halbeWahrheit

Nichts gegen Hellerdorf, aber die Entfernung zu der Ranch der Los Desastres beträgt einige Meilen durch dichtes und unwegsames Gestrüpp.
Und es kam wie es kommen musste.

Dem Organisten Boss wurde auf dem Weg zum Auftrittsort sein Pferd mit Indianerpfeilen vergiftet. Also beschloss er, seine Zwei-Zentner-Orgel mit dem Zug nach Hellersdorf zu schaffen. Der treue Weggefährte Rentini half ihm bei dem beschwerlichen Weg zum nächsten Bahnhof.
Nach zwanzig Metern: erstmal Pause!

Der Auftritt lief wie am Schnürchen und keiner zuckte.
Glamurös und dreckig, so lieben die Desastres das nämlich.

Die nette Jenny erklärte den Desastres, dass um ein Uhr sieben der letzte Zug in Richtung ihrer Ranch fuhr.
Black Rider, der gerade von einer langen Reise aus Mexiko heimgekehrt war, und Sindbad, der heute leider keiner Frau schöne Augen machen konnte,
hatten sich schon vor Stunden abgesetzt.

Der Organist schaute auf die Uhr - noch acht Minuten, das sollte zu schaffen sein.
Von den anderen keine Spur.
Er schnappte sich sein Zwei-Zentner-Monstrum und lief damit die Gleise entlang. Nach dreihundert Metern brach er zusammen. Boss hielt sein Ohr and die Gleise und hörte doch schon in der Weite das Pfeifen und Schnaufen des Zuges.
Mühsam raffte er sich auf.

Alle Energie, die er im Laufe des Abends in Form von Hochprozentigem zu sich genommen hatte, war schon längst verbraucht. Er kroch auf allen vieren, das schwere Gerät an einem Seil festgezurrt hinter sich herschleifend.
Plötzlich das Trappeln von Pfedehufen. "Morton Pablo" Pablo und Tsunetomo kamen auf ihren Pferden angeritten.

Nachdem sie den erbärmlich daliegenden eine Weile ausgelacht hatten, erbarmten sie sich seiner und halfen ihm auf dem Weg zum Bahnhof.
Viermal läutete die Glocke, als Eddie Piano nun ein letztes Mal erschöpft über seinem Bettlager zusammenbrach.